Hier kann die Festschrift bestellt werden

 

Wie eng Journalismus und Leidenschaft zusammenhängen zeigt sich auch bei der Lektüre der 44seitigen Festschrift "100 Jahre ZVM", die am 21. Juni 2012 erstmals präsentiert wurde. Verfasst hat sie Josias Clavadetscher, Chefredaktor Bote der Urschweiz. Ein halbes Jahr lang hat er in den Archiven herumgewühlt. Längst vergessene Anekdoten und Geschichten herausgeholt und in einem spannenden Werk zusammengefasst. Fertig geschrieben ist die Geschichte des ZVM nicht. "Es gäbe noch so viel zu erzählen, zu erforschen", so Josias Clavadetscher.

 

Die Festschrift kann gegen eine Schutzgebühr von Fr. 15.-- beim ZVM-Sekretariat bestellt werden. 

Mail an info@zvm-journalisten.ch

 


ZVM ehrt Hermann Schlapp

ZVM-Präsident Dominik Buholzer gratuliert Hermann Schlapp zur Ehrenmitgliedschaft. (Bild Josef Ritler)
ZVM-Präsident Dominik Buholzer gratuliert Hermann Schlapp zur Ehrenmitgliedschaft. (Bild Josef Ritler)
Hermann Schlapp. (Bild: Josef Ritler)
Hermann Schlapp. (Bild: Josef Ritler)

Der ehemalige Chefredaktor des "Vaterland" und der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens, Hermann Schlapp, wurde am 9. Juni 2010 an der Generalversammlung des ZVM zum Ehrenmitglied ernannt. Damit ehren ihn die Zentralschweizer Redaktoren, Reporter, Moderatoren und Fotografen für seine grossen Verdienste um den Journalismus.

 

Hermann Schlapp ist das dritte Ehrenmitglied in der Geschichte des ZVM. Neben Hermann Schlapp erhielten die Ehrenmitgliedschaft Verkehrshausgründer Alfred Waldis aus Luzern und die ehemalige ZVM-Sekretärin Sylvia Müller aus Luzern verliehen.

Die Generalversammlung fand in der Brauerei Eichhof statt. 

"Hermann Schlapp ist nicht nur ein begnadeter Journalist, er ist auch ein hervorragender Lehrer"

Wenn auf jemand die Bezeichnung Vollblutjournalist zutrifft, dann auf Hermann Schlapp. Wie kein Zweiter hat er die verschiedenen Facetten unseres Berufes kennen gelernt:

 

  • 8 Jahre lang war Hermann Schlapp in Bonn Korrespondent für Radio DRS und verschiedene Schweizer Zeitungen.
  • 4 Jahre lang arbeitete er für das Schweizer Fernsehen, 2 Jahre davon als Chefredkator der „Tagesschau“.
  • Danach wurde er Chefredaktor des „Vaterlands“, der heutigen Neuen Luzerner Zeitung.

Zuletzt führte ihn sein Weg über die Schweizer Journalistenschule MAZ an die Universität, wo er unzähligen Journalisten den Journalismus näher brachte.

Hermann Schlapp scheut die Auseinandersetzung nicht. Er nennt die Dinge beim Namen – auch wenn dies ihm Ärger einbrachte. Oftmals beugte er damit Missverständnisse vor , etwa als in Christoph Blocher zum „Bündner Tagblatt“ holte. Hermann Schlapp machte sich zur Bedingung, dass Blocher ihm nicht dreinredet und dass aus dem „Bündner Tagblatt“ kein SVP-Organ werden muss. Man höre und staune: Der alt Bundesrat hielt Wort und schwieg.

 

Hermann Schlapp ist nicht nur ein begnadeter Journalist, er ist auch ein hervorragender Lehrer. Unzählige junge Kolleginnen und Kollegen hat er den Einstieg in den Journalismus verholfen. Er verfasste daneben auch zahlreiche Bücher über den Journalismus – einige davon sind zu Standardwerken geworden.

 

Seit 45 Jahren ist Hermann Schlapp Mitglied des Zentralschweizer Vereins Medienschaffender. Nicht nur dies, sondern auch sein enormens Engagement für den Journalismus, sind für den Vorstand des Zentralschweizer Vereins Medienschaffender Grund genug, Hermann Schlapp als Ehrenmitglied vorzuschlagen.

 

Dominik Buholzer, Mai 2010


Ein Abend in der Brauerei

Draufklicken: Hier gehts zur Bildergalerie.
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Die Mitglieder des Zentralschweizer Vereins Medienschaffender haben den früheren Chefredaktor der „Tageschau“ des Schweizer Fernsehens, Hermann Schlapp, für seine Verdienste um den Journalismus zum Ehrenmitglied ernannt. "Wenn auf jemand die Bezeichnung Vollblutjournalist zutrifft, dann auf Hermann Schlapp", sagte ZVM-Präsident Dominik Buholzer in seiner Laudatio.

 

Hermann Schlapp war acht Jahre lang in Bonn Korrespondent für Radio DRS sowie verschiedene Schweizer Zeitungen tätig. In der Folge wechselte er zum Schweizer Fernsehen, wo er unter anderem während zweier Jahre Chefredaktor der „Tagesschau“ war. Danach wurde er Chefredaktor des „Vaterland“ in Luzern, der heutigen Neuen Luzerner Zeitung, und des „Bündner Tagblatt“ in Chur. Zuletzt führte ihn sein Weg über die Schweizer Journalistenschule MAZ an die Universität, wo er unzähligen Nachwuchsleuten den Journalismus näher brachte. Hermann Schlapp war auch immer wieder als Autor von Fachliteratur publizistisch tätig. Sein Buch „Einstieg in den Journalismus“ ist zum Beispiel zum Standardwerk geworden.

Hermann Schlapp war in der Zentralschweiz während einer Zeit tätig, in der sich die Print-Medien von der parteipolitischen Bindung loszulösen begannen und die Pressekonzentration begann. Von einst vier Titeln gibt es heute noch einen.  

 

Hermann Schlapp ist seit 45 Jahren Mitglied des Zentralschweizer Vereins Medienschaffender. Der 73-Jährige lebt heute in Chur.

 

An der Generalversammlung wurden zudem Präsident Dominik Buholzer, Stans, und Vorstandsmitglied Josef Ritler, Ebikon, wiedergewählt. Vizepräsident Josias Clavadetscher, Brunnen, Kassier Urs Schlatter, Luzern, und Karin Winistörfer, standen nicht zur Wahl.

Ebenfalls bestätigt wurden die beiden Revisoren Monika van de Giessen, Greppen, und Fabian Fellmann, Luzern.

 

Die diesjährige Generalversammlung fand am 9. Juni 2010 in der Brauerei Eichhof in Luzern statt.


Karin Winistörfer neues Vorstandsmitglied

Karin Winistörfer.
Karin Winistörfer.

Die Mitglieder des ZVM wählten an der Generalversammlung vom 1. April 2009 im Verkehrhaus der Schweiz einstimmig Karin Winistörfer als neues Vorstandsmitglied. Karin Winistörfer arbeitet seit 8 Jahren bei der Neuen Luzerner Zeitung. Derzeit ist sie im Ressort Kanton Luzern tätig. Karin Winistörfer hat Geschichte und Soziologie studiert.

Bestätigt wurden im Weiteren Vizepräsident Josias Clavadetscher, Bote der Urschweiz, sowie Urs Schlatter, Radio Pilatus.

 

ZVM-Präsident Dominik Buholzer, Neue Luzerner Zeitung, konnte neben Salva Leutenegger vom Impressum Dr. Alfred Waldis als besonderen Gast begrüssen. Alfred Waldis ist Mitbegründer und erster Direktor des Verkehrshaus der Schweiz. Er ist zudem Ehrenmitglied des ZVM und seit 2005 Ehrenbürger der Stadt Luzern.

 

Vor der Generalversammlung gewährte Verkehrshausdirektor Daniel Suter den ZVM-Mitglieder einen exlusiven Einblick in das beliebteste Mesum der Schweiz. So konnte die Teilnehmern unter anderem einen Blick in die neue Verkehrshalle werfen, die Ende Juni dieses Jahres eröffnet wird.

 

 




Einblicke in die Welt des Schweizer Fernsehens

Was machen Journalisten, wenn sie die Studios des Schweizer Fernsehens besuchen? Sie stellen unglaublich viele Fragen. Walter Honegger, der uns am 17. Januar 2010 einen Blick hinter die Kulissen des Leutschenbaches gewährte, konnten wir damit aber nur selten in Verlegenheit bringen.

Zu sehen gab es viel: Vom pompösen "Tagesschau"-Studio über das schon fast spartanisch eingerichtete "Eco"-Studio bis hin zur grossen Halle 1, wo noch am Vorabend "Benissimo" über die Bühne ging.

Nach zwei Studen ging es zum Abschluss noch sportlich zu und her: Wir besuchten das Sportpanorama. Für alle, die die Sendung verpasst haben oder sie nochmals sehen wollen. Hier ist sie.

 

 


Medienseminar mit den Bahnbetreibern

Der ZVM geht neue Wege: Erstmals führten wir am 26. März in Luzern zusammen mit den Transport-Unternehmungen Zentralschweiz ein Medienseminar durch. Ziel des Anlasses war es, die Spielregeln des Journalismus besser kennen zu lernen und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Josef Ritler (Tele Tell), Karin Winistörfer (Neue Luzerner Zeitung), Urs Schlatter (Radio Pilatus) und Dominik Buholzer (Neue Luzerner Zeitung) erklärten, auf was es bei der Medienarbeit ankommt, wie Interviews vorbereitet und geführt und Medienmitteilungen professionell verfasst werden. Zudem erhielten die Kursteilnehmer praktische Tipps im Umgang mit den Medien in Krisensituationen sowie bei der Organisation von Pressekonferenzen.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Besuch bei Radio Pilatus, dem modernsten Studio von Europa.

Das Echo war sehr positiv. "Ich habe diesen Tag sehr geschätzt und  hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird", sagte ein Teilnehmer stellvertretend für viele andere.

 


Moritz Leuenberger gratuliert Alfred Waldis

Sein Name ist untrennbar mit dem Verkehrshaus der Schweiz verbunden: Alfred Waldis. Zum 90.Geburtstag des Gründers des Museums und Ehrenmitglied des ZVM haben wir Persönlichkeiten aus der ganzen Schweiz gebten, Alfred Waldis Geburtstagswünsche zukommen zu lassen. Acht Personen haben wir angefragt, sieben Grussbotschaften können wir hier veröffentlichen.Wir haben sie untenstehend aufgeführt. Mit einem Klick auf den Namen geht es zum Text.

 

Ein Porträt von Alfred Waldis gibt es hier.

 

 

Alfred Waldis in der Halle Schienenverkehr des Verkehrshauses.
Alfred Waldis in der Halle Schienenverkehr des Verkehrshauses.

 

Jean-Frédéric Jauslin

Direktor Bundesamt für Kultur


Neue LZ: Der Sportchef geht!

Prominenter Abgang bei der Neuen Luzerner Zeitung. Sportchef Marco von Ah verlässt das Unternehmen im Sommer. Er wird neuer Medienchef des Schweizerischen Fussballverbandes. Wer seine Nachfolge bei der Neuen LZ antreten wird, steht noch nicht fest. Marco von Ah ist seit 1. Januar 1996 Sportchef bei der Neuen LZ.


SRG-Publikumsrat: MAZ-Direktorin wird Stellvertreterin

Sylvia Egli von Matt
Sylvia Egli von Matt

MAZ-Direktorin Sylvia Egli von Matt (Bild) wurde vom Publikumsrat der Deutschweizer Sektion der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) zur neuen Stellvertreterin von Ombudsmann Achille Casanova gewählt. Sie ersetzt Roger Blum, der seit anfang dieses Jahres Präsident der Unabhängigen Beschwerdeinstanz UBI ist.

Die Luzernerin Syliva Egli von Matt ist Direktorin der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern.


Tele Tell erhält neuen Chefredaktor

Rudolf Wyss
Rudolf Wyss

Rudolf Wyss (52, Bild) übernimmt ab dem 1. März die Chefredaktion des Zentralschweizer Fernsehens «TeleTell». Wyss ist seit über vier Jahren Moderator des «Regiotalk», einem Sendegefäss auf «TeleTell», das er entwickelt und realisiert hat.

 

 

Er tritt die Nachfolge von Ernst Meier an, der sich beruflich neu orientieren will.
Zusammen mit dem Redaktionsteam von «TeleTell» will Wyss insbesondere die Sendung «Aktuell» weiter optimieren und Themen wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft der sechs Zentralschweizer Kantone noch stärker einfliessen lassen, heisst es in einer Medienmitteilung.
Rudolf Wyss ist in Sarnen geboren und lebt heute in Meggen.


Neue LZ hat neuen Ombudsmann

Andreas Z'graggen
Andreas Z'graggen

Andreas Z'graggen heisst der neue Ombudsmann der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben. Der ehemalige Chefredaktor der Berner Zeitung und Mitbegründer der Bilanz nimmt sein Amt am 1. Februar dieses Jahres auf. Er tritt die Nachfolge von Peter Schulz an, der diese Funktion seit 1996 inne hatte.
Der Ombudsmann übernimmt eine Vermittlerrolle zwischen der Leserschaft und der Redaktion. Die Neue Luzerner Zeitung war die erste Tageszeitung in der Deutschschweiz, die eine solche Anlaufstelle schuf.


Neue LZ steigt ins Sonntagsgeschäft ein

Ab Herbst dieses Jahres gibt es eine Sonntagsausgabe der Neuen Luzerner Zeitung. Dies entschied der Verwaltungsrat an seiner Sitzung von heute Freitag, 25. Januar 2008.

Die siebte Ausgabe der Neuen Luzerner Zeitung besteht aus sechs thematisch gegliederten Bünden und sie wird allen Abonnenten zugestellt.

Noch unklar ist, ob die Neue Luzerner Zeitung die Sonntagsausgabe in eigener Regie herausgeben wird oder in Kooperation mit einem anderen Verlag. Ebenfalls unklar ist, welche personellen Auswirkungen dies haben wird.

 

Mit der Sonntagszeitung will das Unternehmen der wachsenden Bedeutung des Sonntags im Leser- und Werbemarkt Rechnung tragen.


Radio Pilatus - Neues Studio als Geburtstagsgeschenk

Weitere Erneuerungen bis Mitte 2008 abgeschlossen.

Zum 25. Geburtstag hat sich das in Luzern ansässige "Radio Pilatus" eigenen Angaben zufolge das modernste Sendestudio der Schweiz geschenkt und in Betrieb genommen. Mit diesem will es aber nicht nur sich eine Freude machen, sondern vor allem seiner Hörerschaft. Denn dank dem neuen Mischpultsystem könne diese noch besser bedient werden.

Beim Umbau habe man zudem auch auf optimale Arbeitsbedingungen Wert gelegt. Laut Mitteilung blickt man vom neuen Studio aus direkt auf den Löwenplatz mit dem historischen Bourbakipanorama. Bis Mitte 2008 sollen auch die Produktionsstudios 2 und 3 komplett erneuert werden.

"Radio Pilatus" begann in einem Studio im Tribschenquartier in der Stadt Luzern. Heute beschäftigt das Luzerner Radio in den Studioräumlichkeiten im Löwencenter inzwischen 35 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund acht Millionen Franken.


MAZ will mehr Geld von den Journalistenverbänden

Die Journalistenschule MAZ in Luzern will die Journalistenverbände und die Verleger stärker zur Kasse bitten. Die Träger sollen ihre Beiträge erhöhen und auf diese Weise helfen, ein Finanzloch von rund einer halben Million Franken zu vermeiden. Dies berichtet die Neuen Luzerner Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. Dezember 2007.

Der Grund: Verschiedene Kantone wollen das MAZ von der Liste jener Bildungsinstitute streichen, die mit Studiengeldern unterstützt werden. Die Einstellung der Zahlungen prüfen insbesondere die Kantone Zürich und Bern.


LZ Medien: Gesuch für eigenes Regionalfernsehen

Die LZ Medien, die Herausgeberin der Neuen Luzerner Zeitung, will stärker ins Fernsehgeschäft einsteigen. Das Unternehmen hat am 5. Dezember 2007 beim Bundesamt für Kommunikation ein Gesuch für den Betrieb eines neuen Zentralschweizer Fernsehsenders eingereicht. Tele 1 soll der Sender heissen und die Schwergewichte in den Bereichen Information, Kultur sowie in regionalen Reportagen haben. Der Sender plant laut einer Medienmitteilung seine Magazine unter anderem in Zusammenarbeit mit der Universität und der Hochschule Luzern.

Die LZ Medien will mit Tele 1 75 Teilzeitstellen schaffen. Die LZ Medien ist heute bereits Anteile am Zentralschweizer Fernesehen TeleTell (6,5 Prozent), Mehrheitsaktionär ist die AZ Medien Gruppe, die unter anderem die Aargauer Zeitung herausgibt.

Das Bundesamt für Kommunikation wird bis im Sommer 2008 über das Konzessionsgesuch entscheiden.


Josef Ritler erhält Lifetime-Award

Gestern Freitag, 9. November 2007 war es soweit: Josef Ritler konnte im Kunstpanorama Luzern den Lifetime-Award der Schweizerischen Berufsfotografen entgegennehmen. Damit wird sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ritler war 40 Jahre lang Fotojournalist der Boulevardzeitung "Blick". Die Ansprache während der Vernissage hielt der Leiter der Ringier Journalistenschule Fridolin Luchsinger: "Ich wusste gar nicht, dass es so bescheidene Menschen gibt, bis ich Seppi Ritler kennen lernte". Luchsinger war früher auch Chefredaktor des "Blick" und damit Vorgesetzer von Josef Ritler.


Stargast an der Vernissage: Hazy Osterwald. Bild FL
Stargast an der Vernissage: Hazy Osterwald. Bild FL
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Radiosendung zum Download
Auch das Radio Pilatus würdigte in einer Sendung die Verdienste Ritlers.
Seppi+Ritler.mp3
MP3 Audio Datei 1.5 MB

Hier gibt es ein kurzes Video von der Vernissage.


Josef Ritler – 40 Jahre Fotojournalismus

Josef Ritler. Bild PD. Mit Klick auf das Bild gelangt man zur Fotogalerie.
Josef Ritler. Bild PD. Mit Klick auf das Bild gelangt man zur Fotogalerie.
Blick-Pressefotografie im Kunstpanorama Luzern:
Mit einer Ausstellung im Kunstpanorama Luzern und einem Katalog zeigt die Stiftung Fotodokumentation Kanton Luzern (Fotodok) erstmals einen Ausschnitt aus dem Lebenswerk des legendären und mehrfach ausgezeichneten Journalisten und Pressefotografen Josef Ritler. Er war von 1963 bis 2003 für den Blick tätig und hat während dieser 40 Jahre hauptsächlich aus der Zentralschweiz berichtet. Die Ausstellung zeigt 40 im Grossformat reproduzierte Originalgeschichten aus dem Blick-Archiv sowie zahlreiche Fotos mit prominenten Persönlichkeiten. Am Beispiel von Josef Ritler kann die Bedeutung der Blick-Fotografie innerhalb der schweizerischen Pressefotografie ausgelotet werden. Die Ausstellung im Kunstpanorama Luzern dauert vom 10. bis 18. November 2007.
 
Fotojournalismus hat die Aufgabe, die Chronik von Ereignissen in Bildern und Geschichten zu erzählen. Josef Ritler, von 1963 bis 2003 Journalist und Pressefotograf beim Blick, hat 40 Jahre lang aus der Zentralschweiz berichtet. Seine Arbeit ist in den Sammelbänden des Blick-Archivs und in seinem Privatarchiv dokumentiert, das genau 40 Bundesordner mit fein säuberlich abgelegten Dokumenten umfasst. Angefangen hat Ritlers Karriere bei Fotoaufnahmen im Vorfeld der EXPO 1964 in Lausanne: Der im Oberwallis aufgewachsene und in Luzern zum Fotografen ausgebildete Ritler (Jahrgang 1939) zog das Interesse der damaligen Blick-Redaktion auf sich. Danach war Josef Ritler unter zwölf verschiedenen Chefredaktoren für den Blick tätig.
 
40 Blick-Geschichten im Grossformat
Über 6000 Zeitungsartikel und tausende Fotos dokumentieren die bisherige Arbeit von Josef Ritler. Die Fotodok lässt bei ihrer Annäherung die aktuelle Unschärfe um den Begriff des „Dokumentarischen“ bestehen und geht ein Wagnis ein: Zusammen mit Josef Ritler hat sie eine Auswahl von 40 Blick-Geschichten aus der Zentralschweiz getroffen und diese grossformatig reproduziert. Ihr Anspruch ist es, gesellschaftlich relevante, journalistisch prägnante bis skurrile und von starken Bildern begleitete Berichterstattungen zu zeigen. Im Überblick repräsentieren sie die Breite der Themen, die Pressebilder auszeichnen. Als einzelne Story dokumentieren sie die Eigenart von Josef Ritler, unterschiedlichste Ereignisse im Augenblick des Geschehens in Bild und Text zu fassen. Für seinen Erfolg spricht allein schon die langjährige Karriere: Sie wäre nicht möglich geworden, wenn die Arbeit nicht erfolgreich auf das Boulevardblatt Blick und den jeweiligen redaktionellen Auftrag abgestimmt gewesen wäre.
 
Mit 007 auf der Furka
In der Ausstellung eröffnen vier Grossplakate die zeitgeschichtlichen Abschnitte eines journalistischen Jägers und Sammlers: James Bond 1963–1972, Luzerner Bahnhofbrand 1973–1982, Papst Johannes Paul II. 1983–1992, Luzerner Bankräuber in Unterhose 1993–2002. Den Erfolg von Josef Ritler bestimmen jedoch nicht allein sein journalistisches Gespür für die Geschichte, das Auge für das richtige Bild und der Einfluss von Glück oder Unglück: Der Weg auf die Titelseiten und zum Primeur führten bei ihm auch über Beziehungsarbeit und die Fähigkeit, andere und sich selbst richtig ins Bild zu setzen. Sean Connery alias James Bond im Film „Goldfinger“ hat Josef Ritler 1964 zum Beispiel anlässlich einer Drehpause auf der Furka fotografiert. Prominente gehören beim Blick ebenso zum Journalismus wie gute Freunde und die Lust an der Selbstdarstellung. So hat sich Ritler oft auch selbst Seite an Seite mit Persönlichkeiten porträtieren lassen: Unter ihnen Charlie Chaplin, Hazy Osterwald, Gunther Sachs und Adolf Ogi.
 
Katalog mit Titelbildern  
Im Katalog zur Ausstellung zeigt die Fotodok eine Sammlung von 29 ausgewählten Titelbildern. Sie sind aus ihrem redaktionellen Zusammenhang der veröffentlichten Geschichte herausgelöst. In Anlehnung an jedes Ereignis, das fotografisch aus seinem zeitlichen Entwicklungsprozess herausgerissen wird und in einem einzigen Bild fokussiert, sind die ehemaligen Titelbilder von ihrer Umgebung der publizierten Geschichte isoliert. Auf den ursprünglichen Kontext der Berichterstattung wird jedoch nicht gänzlich verzichtet, er wird lediglich auf den Kopf gestellt: Das Datum und die Schlagzeile bleiben als Zeitangabe und Legende mehr oder weniger direkte Hinweise auf die mögliche Geschichte zum Bild.
 
Lifetime Award zur Vernissage
Josef Ritler hat in der Schweizer Presselandschaft eine bemerkenswerte Spur gelegt. Dafür erhielt er 1997 die Auszeichnung Swiss Press Photo, und 2003 wurde ihm der Ringier Medienpreis überreicht. Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 9. November im Luzerner Kunstpanorama kommt nun der Lifetime Award vom Verband Schweizer Berufsfotografen SBf (Sektion Zürich Zentralschweiz) hinzu. Seit seiner Pensionierung beim Blick arbeitet Josef Ritler als Videojournalist beim Regionalfernsehen Tele Tell.
 
Josef Ritler – 40 Jahre Fotojournalismus, 10.–18. November, Kunstpanorama Luzern, Bürgenstrasse 34.
 Vernissage: 9. November, 19.00 Uhr. Zur Ausstellung erscheint der Katalog „Josef Ritler – Titelbilder“, (www.fotodok.ch)
 
Medienkonferenz mit Josef Ritler: Freitag, 9. November 2007, 18.00 Uhr, Kunstpanorama Luzern.

Schweizer Illustrierte: Luzerner wird Chefredaktor; 25.10.07

Der Luzerner Dominic Geisseler (Bild) wird neuer Chefredaktor der "Schweizer Illustrierten". Er tritt sein Amt am 1. Januar 2008 an.

Der 46-jährige Geisseler stammt aus Malters und startete seine Karriere bei den "Luzerner Neusten Nachrichten". Heute lebt er in Zürich. Geisseler hat bereits von 1989 bis 2000 für die "Schweizer Illustrierte" gearbeitet.

Geisseler will die "Schweizer Illustrierte" nicht gross verändern. Er kann sich jedoch noch etwas mehr Nachrichten vorstellen, wie gegenüber der "Neuen Luzerner Zeitung" sagte.