Magnum verkauft seine Geschichte

«Ein Journalist ist Nichts, wenn er nicht die Rechte an seinen Negativen besitzt.», hat Robert Cap, der Mitbegründer der legendären Fotoagentur Mangnum, einmal gesagt. Doch vom Verkauf der Bilder an Zeitschriften allein kann sich die Agentur schon lange nicht mehr finanzieren. Inzwischen zählt der Verkauf von Büchern, Postkarten und Vintage Prints zu den weiteren Standbeinen. Aus diesem Grund wurde 1988 eine Kulturabteilung ins Leben gerufen, welche Buch- und Ausstellungsprojekte rund um den Globus organisiert.

 

Nun gibt Magnum sein Archiv aus den Händen. Die Fotoagentur verkauft die Sammlung von mehr als 185'000 Werken des vergangenen Jahrhunderts der Finanzgesellschaft MSD Capital, die dem Gründer der Dell-Computer gehört. Dies hat zumindest den Vorteil, dass die Zeitdokumente nicht von der Bildfläche verschwinden. Michael Dell will die Bilder, die Ikonen wie Marliyn Monore oder Castro zeigen, aber auch internationale Konflikte, der Universität von Texas übergeben. Diese soll die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Die Sammlung von Magnum ist ein Vermögen wert. Sie umfasst unter anderem Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg, dem D-Day oder dem Sechs-Tage-Krieg. Ebenso beinhaltet sie den Aufstieg der Demokratie in Indien, die Bürrechtsbewegung in den USA oder Völkermord in Ruanda.

Mark Lubell, Geschäftsführer von Magnum Photos New York meinte zu dem Verkauf: "MSD Capital ist ein idealer Partner mit einem tiefen Versä