ONZ: Verwaltungsrat hält den Namen des Chefredkators noch unter Verschluss

Initiant Urs Gossweiler. Initiant Urs Gossweiler.

 

Der Termin steht und daran soll nicht gerüttelt werden. Am 23. April 2010 soll die erste Ausgabe der „Obwalden und Nidwalden Zeitung“ (ONZ) erscheinen. Damit die neue Regionalzeitung überhaupt starten kann, braucht es noch viel Geld und vor allem auch viel Personal.

 

Zumindest ist man bei der Suche nach Letzterem einen Schritt weiter. Derzeit laufen Gespräche mit Redaktoren, Grafikern und Verlagsmitarbeitern. Bis Ende März sollen die ersten Verträge unterzeichnet werden. Auch der Posten des Chefredaktors ist mittlerweile besetzt. Der Verwaltungsrat nahm die Wahl vergangene Woche vor. „Alle Beteiligten sind sehr zufrieden mit dieser Wahl“, sagt Initiant Urs Gossweiler, von der gleichnamigen Media AG. Den Namen will der Verleger aus dem Berner Oberland aber noch nicht nennen. Der Schleier über dem Geheimnis soll erst nach Abschluss der Aktienzeichnung im April gelüftet werden.

 

Die ONZ will mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Franken starten. Zwei Millionen sind mittlerweile schon vorhanden. Noch fehlt aber noch eine Million. Und Ende März läuft die Zeichnungsfrist ab. Von Torschlusspanik will Urs Gossweiler nichts wissen: „Unsere Gespräche mit Investoren in den vergangenen Tagen und Wochen haben gezeigt, dass dieses Ziel realistisch ist.“ Es gebe Aktionäre aus Obwalden und Nidwalden, die die neue Zeitung aus regionalpolitischen Gründen unterstützen würden. Es gebe aber auch Geldgeber ausserhalb der Region, die sich beteiligten wollten.

Und was, wenn die Million bis Ende März doch nicht aufzutreiben sein sollte? „Wir haben keinen Plan B, weil wir immer deutlich gesagt haben, dass dieses Projekt realistisch und finanzierbar ist“, betont Urs Gossweiler. „Unser Zeil ist es, bis am 31. März das Aktienkapital von drei Millionen Franken zu sammeln und am 23. April nach einer Planungszeit von gerade einmal sechs Monaten die erste reguläre Ausgabe der ONZ in die Briefkästen der Region zu bringen.“

 

Vorbild der neuen Regionalzeitung ist die „Jungfrau Zeitung“ von Urs Gossweiler. Genau wie das Blatt aus dem Berner Oberland soll die ONZ den Fokus auf lokale und regionale Themen legen. Alle Berichte erscheinen online, mit einer Applikation fürs Handy und iPhone. Zweimal wöchentlich gibt es die ONZ auch als Printversion.

Die Redaktion wird mit acht Vollzeitstellen dotiert, dazu kommen freie Mitarbeiter. Die neue Zeitung wird ihr Domizil in Alpnach beziehen.